22/09/2026 0 Kommentare
Ein Fest der Ökumene bei Kirchhellens Schützen- und Brezelfest
Ein Fest der Ökumene bei Kirchhellens Schützen- und Brezelfest
# Feste

Ein Fest der Ökumene bei Kirchhellens Schützen- und Brezelfest
Mehr als 50.000 Besucher hatte das kleine Kirchhellen bei dem gigantischen Fest zu verzeichnen, bei dem nicht nur der Vogel heruntergeschossen, sondern auch die Riesenbrezel mit Knüppeln beworfen wurde.
Die „Geistlichkeit“ gab sich auch die Ehre und fuhr gemeinsam in der ökumenischen Kutsche die ganzen drei Tage durch Kirchhellen und wurde fröhlich bejubelt, gab einen Ehrenschuss und einen Ehrenwurf ab.
Selbstverständlich ist das alles nicht. Lange hat das katholische Kirchhellen eine Messe in der katholischen Kirche St. Johannes gefeiert, als Auftakt für das Schützenfest. Dann gab es schon die Neuerung, dass wenigstens auf dem Weg von St. Johannes zum Schützenplatz die evangelischen PastorInnen eingesammelt wurden.
So war es dieses Jahr erst das zweite Mal, dass die beiden Konfessionen gemeinsam einen ökumenischen Gottesdienst im Zelt feierten.
Das Zelt war bis auf den letzten Stuhl besetzt und an den Zeltwänden standen sie auch alle, als Klassiker wie „Großer Gott, wir loben dich“, begleitet vom Blasorchester, geschmettert wurde.
Es wurde die Gemeinschaft mit ihren verschiedenen Mitgliedern anhand von Paulus: Ein Leib und viele Glieder, thematisiert. Ob evangelisch, katholisch, ganz anders oder gar nicht gläubig - wir sind alle eine Gemeinschaft. Das wurde anhand eines Zollstocks verdeutlicht, bei dem auch kein Glied fehlen darf, ohne dass der Zollstock nutzlos werden würde. Pastor Podowski erklärte dann noch, dass man mit dem Zollstock ein Kreuz machen könne. Als dann Pfarrerin Rödel und Pfarrerin Landt ein Bier gemeinsam mit dem Zollstock aufmachten, war ganz Kirchhellen beseelt.
Also alles in allem war es ein voller Erfolg für die Ökumene! Wir hatten viel Spaß zusammen und die katholische sowie die evangelische „Geistlichkeit“ gelobten in Zukunft in Kirchhellen noch mehr zusammenzuarbeiten, denn bei schrumpfenden Kirchenmitgliederzahlen stehen wir doch auf der gleichen Seite – bei unserem Herrgott.
Dafür ein dreifaches „gut Wurf!“
Herzlichst
Annika Landt
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