10/03/2026 0 Kommentare
72.000 Unterschriften für faire Entschuldung
72.000 Unterschriften für faire Entschuldung
# Neuigkeiten

72.000 Unterschriften für faire Entschuldung
Zum Abschluss der Kampagne „Erlassjahr 2025 – Turn Debt into Hope!“ hat ein zivilgesellschaftliches Bündnis von 71 Organisationen den Appell und die Unterschriften an das Bundesfinanzministerium übergeben.
Am 03. März haben Vertreter verschiedener Organisationen unter Federführung von „erlassjahr.de – Entwicklung braucht Entschuldung“ 72.781 Unterschriften im Bundesfinanzministerium übergeben. Mit den Unterschriften wird gefordert, dass die Bundesregierung sich auf internationaler Ebene für die Bekämpfung von Schuldenkrisen in Ländern des Globalen Südens einsetzt. Pfarrer Klaus Göke hat bei der Übergabe die Evangelische Kirche von Westfalen und die Kirchengemeinde Bottrop vertreten.
Im letzten Jahr gab es im Rahmen des „Heiligen Jahres“ in der Katholischen Kirche eine internationale Kampagne mit dem Titel “Turn Debt into Hope” (verwandelt Schulden in Hoffnung). In Deutschland hat das Bündnis „erlassjahr.de“ die Koordination der Kampagne übernommen. Erlassjahr arbeitet seit mehr als 30 Jahren zu dem Problem der Schuldenkrisen in vielen Ländern. Die Kirchengemeinde Bottrop wie der Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten sind schon seit vielen Jahren Mitglied in dem Bündnis.
Die Kernforderungen der Kampagne sind:
- Schuldenkrise jetzt beenden!
- Ursachen von Schuldenkrisen angehen und das globale Finanzsystem gerechter machen!
- Nachhaltige und faire Lösungen schaffen!
Viele Staaten des Globalen Südens sind durch ihre Schuldensituation stark belastet: Enorme Zins- und Tilgungszahlungen, ungünstige Refinanzierungsbedingungen und strukturelle Ungleichheiten im internationalen Finanzsystem verschärfen die soziale Ungleichheit und wirtschaftliche Instabilität. Denn in einer solchen schwierigen Situation sparen die betroffenen Staaten in erster Linie in den Bereichen, die den Menschen direkt zugutekommen: Bildung, Gesundheit oder Infrastruktur.
Pfarrer Klaus Göke erklärte bei er Übergabe: „Die westfälische Kirche unterstützt die Kampagne, weil Jesus Christus sich von Anfang an auf die Seite der Armen und Unterdrückten gestellt hat. Entwicklung in den Ländern des Globalen Südens muss die Menschen in den Blick nehmen und ihnen helfen.“
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